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  Plutos  

 

Südpfalzlerchen erfolgreich mit "PLUTOS"

PLUTOS ist die letzte erhaltene Komödie des griechischen Dichters Aristophanes (um 445 bis 385 v. Chr.). Das Thema der Komödie ist hochaktuell, haben doch alle die derzeitige Finanzkrise im Blick. Denn PLUTOS handelt von der Verteilung materieller Güter zwischen Arm und Reich und somit letztlich von Fragen der sozialen Gerechtigkeit.

Weil Plutos, der Gott des Reichtums, blind ist, kann er nicht sehen, wie schreiend ungerecht er seine Gaben verteilt. Aber er wird von seiner Blindheit geheilt; die Utopie wird wahr. Alle rechtschaffenen Menschen kommen zu Geld. Das ruft umgehend Penia auf den Plan, die Göttin der Armut. Diese warnt das Volk mit eindringlichen Worten. Würde der Reichtum neu verteilt, verschwände vielleicht die Armut aus der Welt. Ohne Not aber würde kein Mensch mehr arbeiten und die Welt in Chaos versinken. Penia wird vertrieben.

Franz X. Müller, hat die Idee des „altbewährten“ griechischen Komödiendichters Aristophanes aufgegriffen und das Libretto für ein Musical verfasst.  Statt des antiken Chremylos und seines Sklaven fungieren im Musical zwei junge Damen, Jenny und Lucy, als menschliche Hauptrollen. Sie sind die Töchter eher weniger erfolgreicher Väter.  Die Welt der Schönen und Reichen bleibt ihnen verschlossen. In ihrer Phantasie erträumen sie sich den Mann, der ihnen alles bieten kann. Da tritt der Gott des Reichtums, Plutos, persönlich auf, wenig später gefolgt von seiner immerwährenden Begleiterin Penia, der Armut. Die Chance, endlich bedenkenlos über den Reichtum verfügen zu können, nutzen die beiden Mädchen und ihr schnell wachsender Freundeskreis. Das aber bleibt nicht ohne Folgen, bedroht schier die Weltordnung. Entsetzt stellt man am Ende fest, was Plutos und Penia schon immer wussten: Sie beide sind nur die unterschiedlichen Seiten derselben Medaille, Armut und Reichtum bedingen einander.

Die intendierte Ironie dieser utopischen Handlung bekommt in unserer Zeit eine neue Ernsthaftigkeit. Die 2500 Jahre alte Frage hat nichts von ihrer Aktualität verloren: Macht Geld glücklich?

Musikalische Einstudierung: Dr. Klaus Eichenlaub
Bühnenbild: Martin Reszler
Choreografie: Donna Yvonne Wünschel
Regie: Carmen Lutz
Licht: Raimund Becker
Ton: Andreas Eigenberger - Südwestsound

Gesamtleitung: Dr. Klaus Eichenlaub

 

 

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